Was tun gegen Rassismus und Islamismus?

Die Ausgangslage für eine linke und emanzipatorische Kritik an den konservativen Islamverbänden und am legalistischen Islamismus bleibt schwierig. Bis heute ist die sogenannte „Islamdebatte“ von rechten und rassistischen Vereinnahmungen durch Akteur_innen aus der Mehrheitsgesellschaft und einer pauschalen Abwehrhaltung seitens der konservativen Akteur_innen aus den muslimischen Communitys dominiert. Linke und emanzipatorische Stimmen sind permanent dem Druck ausgesetzt, sich nach allen Seiten abzugrenzen und immer wieder ihre eigenen Positionen dahingehend prüfen zu müssen, dass sie weder Stichworte für rassistische Hetze gegen Muslim_innen liefern noch die Gefahren, die vom Islamismus ausgehen, relativieren. Und selbst dann werden sie gleichzeitig von der einen Seite als Rassist_innen und von der anderen Seite als Islamismus-Unterstützer_innen beschimpft. Insofern ist es nicht überraschend, dass sich in den letzten zehn Jahren, in denen die Debatten sich in diese Richtung entwickelten, eine ganze Reihe kluger und reflektierter Menschen aus den Diskussionen entfernt haben. Trotzdem ist es weiterhin wichtig, eine explizit antirassistische Position zu entwickeln, die zwischen Islam und Islamismus, zwischen Muslim_innen und Islamist_innen unterscheidet – und gleichzeitig Kritik an konservativen Islamverbänden und islamistischen Akteur_innen erlaubt. […]

Weiterlesen: Was tun gegen Rassismus und Islamismus? In: Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V. (Hrsg.) (2022): Antimuslimischen Rassismus ernst nehmen – Kritik an muslimischen Organisationen zulassen, S. 26-29.

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